Orientierung, die man ertasten kann
Ein durchgängiges, barrierefreies Wege- und Bodenleitsystem für den Neubau der Geowissenschaften – von UG bis 7. OG.
Sichtbeton, viel Glas, lange Flure und täglich hunderte Menschen, die ihren Weg finden müssen. Für den Neubau der Geowissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hat Leadway ein durchgängiges Wege- und Bodenleitsystem entwickelt und montiert – konsequent barrierefrei, zweisprachig und im Einklang mit der Architektur.
Das Gebäude in 3D – alle zehn Ebenen
Ziehen · Zoomen · Etage wählen
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Textalternative zum 3D-Modell
Das Modell zeigt den Geowissenschaften-Neubau als Stapel aus zehn übereinanderliegenden Grundrissebenen. Jede Ebene lässt sich über die Etagenleiste einzeln auswählen; die übrigen Ebenen treten dabei zurück. Zur ausgewählten Ebene erscheinen der Beschilderungsplan mit den Positionen der Leitelemente, Fotos vom Gebäude und die Liste der ausgeschilderten Räume. Ein Präsentationsmodus fährt die Ebenen nacheinander ab.
- UG · Untergeschoss – 61 ausgeschilderte Räume
- EG · Erdgeschoss – 58 Räume
- ZG · Zwischengeschoss – 5 Räume
- 1. OG – 18 Räume · 2. OG – 62 Räume · 3. OG – 57 Räume
- 4. OG – 63 Räume · 5. OG – 49 Räume · 6. OG – 57 Räume
- 7. OG · Dachzentrale – 36 Räume
Bedienung: ziehen zum Drehen, scrollen oder zwei Finger zum Zoomen, Etagenleiste zum Auswählen einer Ebene – die Schaltflächen sind mit Tabulator und Enter erreichbar.
Warum barrierefreie Wegeführung im Innenraum entscheidend ist
Hochschulgebäude sind komplexe Systeme: hohe Publikumsfrequenz, Ebenenwechsel, offene Foyers, Seminarräume und zentrale Servicepunkte erschweren die Orientierung. Ohne ein klar strukturiertes Wegeleitsystem entsteht Unsicherheit – besonders für Menschen mit Sehbeeinträchtigung. Ein modernes, barrierefreies Leitsystem berücksichtigt daher klare Bewegungsachsen, definierte Entscheidungsstellen, visuelle Kontraste und taktile Elemente – normgerecht nach DIN 18040 und DIN 32984.

Das Bodenleitsystem im Neubau der Geowissenschaften
Das Herzstück der Barrierefreiheit ist ein taktiles Bodenleitsystem aus Leitstreifen und Aufmerksamkeitsfeldern. Es führt sehbehinderte und blinde Menschen sicher von den Eingängen zu den zentralen Anlaufpunkten, Treppen und Aufzügen – ertastbar mit dem Langstock und über den Fuß. An jeder Richtungsänderung markiert ein Aufmerksamkeitsfeld die Entscheidungsstelle.
Das Bodenleitsystem in 3D
Ziehen zum Drehen
So entsteht es: Präzision in Handarbeit
Ein taktiles Leitsystem wirkt im fertigen Gebäude beiläufig – dabei steckt in jedem Meter Millimeterarbeit. Vor dem Setzen des ersten Elements überträgt ein Bodenlaser die Leitlinien in den Raum. Für die Aufmerksamkeitsfelder gibt eine Verlegeschablone das exakte Rastermaß vor, damit jede Noppe sitzt. Leitstreifen und Noppen werden mit hochfestem Konstruktionsklebstoff gesetzt – bündig, stolperfrei und für den Dauerbetrieb ausgelegt.


Etagenübersichten, Wegweiser & Türschilder
Das System endet nicht am Boden. An den zentralen Knotenpunkten steht die Etagenübersicht mit „Sie-sind-hier“-Standort und klarer Piktogramm-Legende; zweisprachige Wegweiser (Deutsch/Englisch) führen zu Seminarräumen und Praktika. Über 466 Räume tragen einheitliche Türschilder mit etagenbasierter Nummerierung – kontrastreich, mit Wechselfenster für flexible Beschriftung.
Taktile Übersichtspläne zum Ertasten gibt es im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss. Die übrigen Ebenen erhalten visuelle Etagenübersichten; die taktile Führung über alle Geschosse übernimmt das Bodenleitsystem.

Das Ergebnis
Aus einem architektonisch anspruchsvollen Neubau ist ein Haus geworden, das sich intuitiv erschließt. Studierende, Beschäftigte und Gäste finden schneller ans Ziel, das Leitsystem fügt sich ruhig in die Sichtbeton-Ästhetik ein – und die Barrierefreiheit ist nicht nachträglich „drangeklebt“, sondern von Anfang an mitgedacht.

Sie planen einen Neubau oder möchten Ihre Wegeführung optimieren?
Ein durchdachtes Wege- und Leitsystem spart Wege, Nerven und Nachfragen – und macht Ihr Gebäude für alle zugänglich.

